Das übliche Rezept gegen Prokrastination heisst: besser planen, sich zusammenreissen, den inneren Schweinehund härter bekämpfen. Planung hilft — aber nur, wenn man auch anfängt. Und «sich überwinden» arbeitet gegen einen Teil von uns, statt mit ihm. Das kostet Kraft, und irgendwann ist sie weg.
Der Kurs verbindet deshalb zwei Dinge: Zuerst lernen Sie, wie Verstand und Unbewusstes am gleichen Strick ziehen — so, dass es einen zu einem Vorhaben hinzieht, statt dass man sich hinzwingen muss. Dann lernen Sie konkrete Werkzeuge kennen, die beim Anfangen und Dranbleiben helfen. Beides können Sie an einem eigenen Thema erarbeiten, das Sie frei wählen — so erleben Sie selbst, wie und warum es wirkt. Ein eigenes Thema ist willkommen, aber keine Voraussetzung.
Von Prokrastination spricht man, wenn man etwas aufschiebt, das man sich vorgenommen hat – im Wissen, dass daraus Nachteile entstehen können. Wer wegen äusserer Umstände warten muss oder bewusst aus strategischen Gründen später beginnt, prokrastiniert nicht.
Typisch ist, dass einem das Aufschieben selbst unvernünftig vorkommt – oft weniger als klarer Gedanke, sondern als unbehagliches Gefühl. Genau bei solchen Gefühlen setzt das ZRM® an.
Nach Klingsieck, Schneider, Weber & Storch (2026), Ressourcenstark Prokrastination reduzieren, S. 15.
Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®): ein wissenschaftlich fundiertes Selbstmanagement-Training, entwickelt von Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause an der Universität Zürich.
ProGRess («Prokrastination, Gesundheitsförderung und Ressourcenaktivierung»): ein auf dem ZRM® basierendes Training, das an der Universität Paderborn von Tamara Schneider und Prof. Dr. Katrin B. Klingsieck entwickelt und evaluiert wurde. Das Manual wurde 2026 gemeinsam mit Dr. Julia Weber und Dr. Maja Storch veröffentlicht. In einer Studie mit Kontrollgruppe prokrastinierten die Teilnehmenden nach dem Training deutlich weniger als die Vergleichsgruppe und erlebten weniger Stress.
Die Studie wurde mit Studierenden durchgeführt, mit dem Training als Blockkurs. Dieser Kurs arbeitet mit den gleichen Elementen, verteilt sie aber über mehrere Wochen — damit das Gelernte im Alltag erprobt und begleitet werden kann.
Aufgewachsen bin ich als Sohn eines Pfarrers im Pfarrhaus Lauterbrunnen — zwischen Felswänden, Wasserfällen und einem Haus, in dem immer wieder jemand an die Tür klopfte. Nach Gymer und Militärdienst habe ich Soziale Arbeit studiert (da habe ich das ZRM® erstmals kennengelernt), arbeitete beim Sozialdienst, in der Suchtberatung (hier habe ich begonnen, ZRM®-Kurse und -Coachings anzubieten) und in der Wohnbegleitung. Aktuell arbeite ich Teilzeit als Sozialdiakon in der Reformierten Kirche Spiez. Ich bin verheiratet und bin am liebsten draussen — in den Bergen, und wenn das Wetter passt, in der Luft mit dem Gleitschirm.
Aufschieben kenne ich nicht aus Büchern, sondern aus meinem eigenen Leben. Lange Zeit habe ich Dinge, die mir wichtig waren, vor mir hergeschoben — und dagegen vor allem an meiner Arbeitsorganisation geschraubt: Methoden ausprobiert, weiterentwickelt, verfeinert. Über die Jahre habe ich mich darin so tief eingearbeitet, dass ich heute sehr viele Techniken der Arbeitsorganisation gut erklären und weitergeben kann. Und ich weiss aus Erfahrung: Die beste Methode ist selten eine einzelne Methode, sondern meist eine Kombination aus vielem. Besonders wertvoll ist, wenn sich die Richtung stimmig anfühlt und einen sogar von selbst hinzieht — statt dass man immer nur kämpfen und sich überwinden muss.
Genau da setzt das Zürcher Ressourcen Modell an. Es hilft mir persönlich immer wieder — bei komplexen «Lebensaufgaben» ebenso wie bei ganz einfachen Aufgaben im Alltag. Wenn ich in Kontakt mit meinen unbewussten Ressourcen bin, spüre ich Freude, und meine Augen beginnen zu leuchten. Meine Frau nennt das den «Labradormodus». Genau dieses Leuchten sehe ich auch bei anderen Menschen, wenn sie diesen Kontakt zu ihrem «inneren» entdecken.
Ende 2025 erlebte ich als Tandempilot unverschuldet eine Beinahe-Kollision mit einem Helikopter. Es ging gut aus. Aber innerlich veränderte sich etwas: Mir wurde klar, wie viel Kraft ich über Jahre in Anpassen und Funktionieren gesteckt hatte — und wie wenig ich das erreichen konnte, was mich im Kern antreibt: Ich will sehen, wie Menschen aufblühen. Darum gebe ich das ZRM® weiter — und darum auch online, damit es mehr Menschen erreicht.
«Der Workshop hatte eine starke Wirkung. Die Methode funktioniert sehr direkt. Das Unbewusste lässt sich nicht ‹übertölpeln›, sondern zeigt einem die Themen, die dran sind, gnadenlos auf.»
Nein. Der Workshop ist ein kurzer, kostenloser Einblick in die Methode und meine Arbeitsweise. Im Kurs gehen wir deutlich tiefer.
Wenig. Der Kurs zielt darauf, das Neue in Ihren bestehenden Alltag einzubauen — nicht, Ihnen zusätzliche Arbeit aufzuladen. Zwischen den Abenden gibt es kleine, überschaubare Aufgaben. Es ist intensive Arbeit mit sich selbst, fühlt sich aber meist nicht so an, weil es Sie in diese Richtung zieht.
Die reine Arbeitszeit in der Gruppe (ohne Pausen) beträgt mindestens 15 Stunden, wenn Sie an allen Terminen teilnehmen und die Gruppe mindestens 4 Teilnehmende umfasst. Die Einzelcoachings (je ca. 60 Minuten) sind darin nicht mitgerechnet.
So bald wie möglich — voraussichtlich sind es Donnerstagabende im Zweiwochenrhythmus in den ungeraden Kalenderwochen, von Februar bis April 2027 (18.2., 4.3., 18.3., 1.4., 15.4. und 29.4.). Wenn Sie sich anmelden, erhalten Sie die Daten, sobald sie fix sind. Passt ein Termin dann gar nicht, finden wir gemeinsam eine Lösung.
Melden Sie sich einfach. Bei einzelnen Terminkonflikten finden wir gemeinsam eine Lösung, damit Sie den Anschluss nicht verlieren.
Häufig ja. Der Kurs ist als ZRM®-Grundkurs vom Institut für Selbstmanagement und Motivation Zürich (ismz.ch) anerkannt — das erleichtert in der Regel die Beantragung als Weiterbildung. Möchte Ihr Arbeitgeber genauer wissen, was er davon hat, melden Sie sich bei mir. Wir finden rasch heraus, warum es sich auch für ihn lohnt.
Ich setze alles daran, dass er stattfindet. Sollte er wider Erwarten nicht zustande kommen, erhalten Sie bereits bezahlte Beträge vollständig zurück.
Bis zum 15. Januar 2027 ist die Abmeldung kostenlos. Danach bis zum Kursstart werden 50 % des Kurspreises fällig, ab Kursstart der volle Betrag. Sie können jederzeit eine Ersatzperson schicken, dann entstehen keine Kosten. Die Rechnung erhalten Sie nach der Anmeldung.
Dann telefonieren wir am besten kurz. In einem unverbindlichen Gespräch klären wir, was Sie brauchen — manchmal ist der Kurs das Richtige, manchmal eher ein Einzelcoaching oder ein gutes Buch. Schreiben Sie mir kurz, wann ich Sie am besten erreiche.
Schreiben Sie mir an thierry [at] thierryeichenberger.ch — ich antworte persönlich.